nach einem langen lustigen abschiedsabend (einer unserer australischen freunde musste sich natürlich nach südamerika verpissen...), einem noch längeren total verkehrten nachhauseweg, einem starken kaffee und einer "mother" (billig red bull gesöff) sind wir am samstag aufgebrochen. schnell unsere freunde stevey und lewis in kings cross (was wir entweder total cool kx oder the cross nennen) eingesackt, haben wir uns zu fünft (noch einmal für alle: floh, lewis, stevey, chris(t)i, ella) auf die weeeeeeeeiiiiiiite reise in die weeeeeeiiiiiit entfernten blue mountains begeben.

kurzer lexikoneintrag: die blue mountains erhielten ihre bezeichnung aufgrund einer speziellen dort auftretenden eukalyptusart, die besondere öldämpfe absondert, die in der luft einen einzigartigen blauen schimmer entwickeln. (s. Bsp.-Bild A2 S. 567 §3 Abs. 2)

nach 2 stunden erreichten wir endlich glenbrook. pinkelpause. sinnloses umherschauen in der sinnlosen touristeninformationsstelle. weiter. bis jetzt noch sonne, hitze, schweißgebade. erster wirklich wichtiger halt: wentworth. dort besuchten wir die wentworth falls. wie der name schon sagt: wasserfälle. ein eigentlich wunderschöner idyllischer picknickort mit zahlreichen wander- und klettermöglichkeiten. eigentlich. denn als wir dort ankamen hatte es sich der himmel anders überlegt. er war weiß-grau, was die sicht erheblich beeinträchtigte.

dennoch haben wir fein tourifotos gemacht und uns zwei aussichtspunkte angesehen. unser geplantes vorhaben war an den wasserfällen baden zu gehen. stellte sich als unnötig heraus, als wir auf dem rückweg vom zweiten aussichtspunkt waren, denn der himmel tat sich auf und überschüttete uns mit kühlem nass. vielem kühlen nass. sehr sehr vielem kühlen nass. nach dem sprint zurück ins auto (floh hatten wir auf dem weg verloren) und klatschnasser kleidung entschieden wir uns um und tanzten stattdessen im regen. war am anfang ganz lustig, doch dann wurde es kalt. eingewickelt in zu kleine handtücher warteten wir in einer romatischen bruchbudenüberdachung auf weniger werdende regenfluten. dann sprint 2 zurück zum auto. umziehorgie inklusive kostenloser yogaübungen und dem aufschallen der autohupe (christidarling hatte auch an die musikalische untermalung dieser situation gedacht, indem sie beim umziehen wild um sich trat - jaaaa, traaaat!). neues bier für unsere lieblingsengländer und weiter ging die rundreise. nächster halt: katoomba, wo wir den rest des tages verbrachten. werner francois brachte uns zu zahlreichen wunderschönen und einsamen (wichtiiiiiig, nicht so viele deutsche touristen - bääääääh!) aussichtspunkten. für ca. drei stunden waren wir sogar mit dem wetter gesegnet. unsere trekkingsandalen brachtenuns zu herr-der-ringe-ähnlichen landschaften. einfach traumhaft.

letzter stop des tages: the three sisters (die drei schwestern - DER touriaussichtspunkt der blue mountains).

dort hatten wir leider nicht viel zeit, denn - wie war es anders zu erwarten- ein plötzlicher wetterumschwung ließ uns mal wieder ins trockene flüchten. diesmal waren es künstlich angelegte süße kleine höhlen. darin beschlossen wir unser mahl einzunehmen. die nächsten stunden verbrachten wir kochend, lachend, trinkend und in die letzten trocken geblieben klamotten/decken eingewickelt in unserer höhle. klingt langweilig - war aber lustig! als nach stundenlanger diskussionund auswertung fünfer meinungen der übernachtungsort endlich festgelegt war - wir entschieden uns für engländer im hostel und deutsche in werner francois - wurden die sachen gepackt und werner beladen. auf gehts - oder auch nicht. 9:50pm - werner streikte. tolle wurst. chrisi und floh auf nach hilfe suchen; ella, lewis, stevey im auto bleiben und nach 10 minuten einschlafen. 10:59pm - chrisi und floh kommen nach einer odyssee durch katoomba mit sehr netter hilfsbereiter australischer verstärkung zurück. differntialdiagnose: weak battery (wir schauen eindeutig zuviel dr. house in unserer freizeit). starthilfe. werner fährt bis zum hostel. eingecheckt, umgebaut, lachkrämpfe vor müdigkeit und dämlichkeit. 1:59am - schlaaaaaaaaaaaaaafen.
der nächste morgen begann mit sonnenschein :) voller enthusiasmus wollten wir nach einem kurzen frühstück im hostel in den zweiten blue mountains tag starten - werner aber nicht. erneute starthilfe inklusive fünf angeschmierter gesichter. umplanung: gleich nach hause. schade. also machten wir uns auf den weiten weiten weg in das weit entfernte sydney. nach 2 stunden waren wir in kx (naaaa, wer hat dazugelernt???) und setzten unsere freunde ab. 15 minuten später waren auch wir wieder zu hause in bondi beach angekommen. der restliche sonntag wurde zum auto ausladen, schlaf nachholen und dr. house gucken genutzt.
zusammenfassung: ein spezieller, lustiger, überraschender, unerwartender, nervenaufreibender, aber auf jeden fall einmaliger und lohnenswerter ausflug in die blue mountains.
nach 3 tagen mit englischsprachigen darf natürlich die vokabelliste nicht fehlen!
evaporate - verdampfen
cynical - zynisch
flattering - schmeichelhaft
eligible - begehrt
explorer - forscher
b-room - kindische abkürzung für bathroom (toilette), die trotzdem von bekloppten australiern verwendet wird
p.s. wie immer fotos in der aktuellen rubrik :)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen